Das Bonner Abkommen von 1931

Auf drei Grundsätzen baut das Bonn Agreement auf:

  1. Jede Kirchengemeinschaft anerkennt die Katholizität und Selbständigkeit der andern und hält die eigene aufrecht.

  2. Jede Kirchengemeinschaft stimmt der Zulassung von Mitgliedern der anderen zur Teilnahme an den Sakramenten zu.

  3. Volle Kirchengemeinschaft (Full Communion) verlangt von keiner Kirchengemeinschaft die Annahme aller Lehrmeinungen, sakramentalen Frömmigkeit oder liturgischen Praxis, die der anderen eigentümlich ist, sondern schliesst in sich, dass jede glaubt, die andere halte alles Wesentliche des christlichen Glaubens fest.

Der dritte Grundsatz macht deutlich, dass eine so verstandene Interkommunion nichts vom Eigenleben der Kirchen wegnimmt oder verwischt, sondern dass sie viel mehr gemeinsam Abbild des Reichtums und der Fülle Christi sind und Einheit in Christus darstellen.

Die alt-katholischen Kirchen der Utrechter Union stehen heute mit einer Ausnahme in voller Kirchen- und Sakramentsgemeinschaft mit den Anglikanern bis hin zum Pfarrertausch.
Die Polish National Catholic Church (PNCC) in Nord-Amerika hat ohne Rücksprache mit den anderen Kirchen der Utrechter Union (und auch ohne deren Billigung!) die Interkommunion mit der Episcopal Church of America abgebrochen, nachdem diese Frauen zum Priesteramt zugelassen hat.

Die Utrechter Union ist in der Lambeth-Konferenz und im Anglican Consultative Council (ACC) vertreten.


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